
Vergangenen Sommer, als meine Mawma aus ihrer Teilzeitstelle für einen Monat eine Vollzeitstelle machte, hat sie mir hoch und heilig versprochen, dass zahlt sich irgendwann aus. Dieses irgendwann ist jetzt, denn ohne groß am Urlaubskonto nagen zu müssen, tobt sie die nächsten drei Wochen mit mir an der niederländischen Nordseeküste herum. Meine Mawma hat sich dieses Mehrgehalt vom August nämlich damals nicht auszahlen, sondern auf ihr Zeitausgleichskonto schreiben lassen und das waren jede Menge Stunden. Da mein Pawpa von überall arbeiten kann, ist er natürlich mit von der Partie. Gestern ging’s los – wir sitzen gerade im Auto auf dem Weg von unserem ersten Nächtigungsstop in Nürnberg zu unserem zweiten Nächtigungsstop in Bell. Morgen ist dann ein autofahrfreier Tag, den ich genießen werde, denn die Autofahrt bis zu unserem endgültigen Ziel ist echt etwas mühsam für mich. Die Freude auf 3 Wochen Sand unter meinen Pfoten und pausenlose Familytime macht alles aber so viel erträglicher. Ich finde, so kann ich gut in den Frühling und in die warme Jahreszeit starten – die ersten warmen, vielleicht sogar heißen Tage werde ich am Meer verbringen. Meine Mawma braucht diese dreiwöchige Pause auch dringend, denn diese Vollzeitstelle im August hat ihr nicht nur ein volles Zeitausgleichskonto beschert, sondern auch eine Überbelastung ihres Sprech- und Stimmapparats. Nach monatelangen Fehldiagnosen und Fehlbehandlungen von diversen HNO-Ärzten und unnötigen CT-Terminen, hat sie das von einer Phoniaterin für 190€ gesagt bekommen. Wenigstens gabs eine Verordnung für eine logopädische Therapie obendrauf. Mittlerweile hat meine Mawma bereits drei Einheiten hinter sich, die Suche nach einer passenden Logopädin mit freien Kapazitäten stellte sich davor aber als wahre Odyssee heraus. Es war so mühsam und aussichtslos, noch vor Sommer einen Therapieplatz zu bekommen, dass sie für eine Minute wirklich ernsthaft überlegt hat, sich für diese Ausbildung zu bewerben und auf dem zweiten Bildungsweg Logopädin zu werden. Bin ich froh, dass diese Umschulung dann doch nicht nötig gewesen ist, denn wenn sich meine Mawma beruflich schon umorientieren möchte, dann doch hoffentlich etwas in Kooperation mit mir. Nach 10 halbwegs passablen Praktikumsjahren bei mir würde ich sie sofort zu meiner Dog Care and Wellbeing Managerin befördern unter der Voraussetzung von regelmäßigen Weiterbildungen im Bereich Backen, Kraulen, Spielen und Toben. Ich bespreche das Ganze einmal mit ihr – nach 10 Jahren hätte sie den Schritt ins Management jedenfalls verdient.


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