Geschichten aus dem Futternapf

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Um die Trilogie meiner wichtigsten Themen komplett zu machen, widme ich mich heute meinem absoluten Lieblingsthema und zwar der Nahrungsaufnahme. Seit meiner Ernährungsumstellung im Frühling dieses Jahres hat sich in meinem Futternapf so einiges getan. Wenn er sprechen könnte, würde er euch allerhand Geschichten erzählen. Das wären allerdings immer nur Kurzgeschichten, weil ich alles, was in meinem Futternapf landet, labbitastisch schnell wegfuttere. Das ist eigentlich fast ein bisschen schade, denn die Herstellung ist doch etwas aufwendiger, weil ich seit April nur mehr bekocht werde. Meine Pawrents haben sich dafür extra einen Slowcooker zugelegt, in dem sie regelmäßig 4kg Fleisch für mich langsam schmoren. Zur Info, 4 kg Fleisch reichen bei mir für 8 ½ Tage. Dazu kommen dann täglich auch noch Innereien, diverse Zusätze, Obst und Gemüse. Alles nur vom Feinsten und super lecker. Ich liebe dieses Essen, ich liebe einfach alles daran und es bekommt mir auch labbitastisch gut. Meine Pawrents nehmen für mein Wohlbefinden auch so einiges in Kauf. Ich finde den Geruch ja einfach nur wunderbar, der durch die Wohnung strömt, wenn Fleisch und Innereien stundenlang langsam vor sich hin garen, aber meine Pawrents sehen das ein bisschen anders. Ständig wollen sie lüften, um den “Gestank” aus der Wohnung zu bekommen. Sie reden dann auch regelmäßig von einer Umstellung zur  Rohfütterung, aber da hör ich gar nicht genau zu, denn das ist nur heiße Luft. Da ich rohes Fleisch nicht so gut vertrage und immer Magengrummeln davon bekomme, weiß ich, dass jedes Gerede davon so und so nicht in die Tat umgesetzt wird. Ich kann mich also weiterhin der regelmäßigen Kochprozedur und dem damit einhergehenden Geruch erfreuen. *Yeah*

Um die Absurdität bzw. Komik dieser Fleisch-Koch-Situation bei uns zu Hause zu verstehen, muss man wissen, dass sich meine Mama schon seit 20 Jahren vegetarisch ernährt und in unserer Wohnung grundsätzlich nix mit Fleisch gekocht wird – außer für mich. Es ist schon immer wieder ein sehr seltsamer Anblick in unserer Küche. Ich bin auch wirklich froh, dass meine Mama nicht so eine pedantische Vegetarierin ist, die einem die eigene Ernährungsform aufzwingen will, denn so sehr ich Obst und Gemüse auch liebe, möchte ich die fleischigen Komponenten in meinen Speiseplan nicht missen.

Es mag sein, dass für euch Zweibeiner meine Mahlzeiten nicht als kulinarische Köstlichkeiten durchgehen, aber ich kann mein tägliches Frühstück und Abendessen kaum erwarten. Alle drei Wochen in etwa gibts dazu die Fleisch- und Innereienlieferung. Um so eine große Menge an Fleisch gut lagern zu können, „gehört“ der Tiefkühler in unserer Wohnung seit April nur mehr mir.

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