Halb so schlimm oder doppelt so gut

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Mittlerweile liegt zwischen mir und dem Hochsommer eine wetter- bzw. regentechnisch überaus interessante September- oder besser gesagt Winterwoche. Mit diesem Abstand bin ich fast verleitet, den vergangenen Hochsommer nur mehr als halb so schlimm zu bezeichnen. Ich werde die heißen Tage nicht vergessen, aber momentan, mit dieser Distanz, bleibt jetzt nur das Coole vom Sommer in Erinnerung. Alles andere wird wieder bis nächstes Jahr verdrängt. Cool waren die letzten Monate auf jeden Fall, denn meine Pawrents haben versucht, das Beste für mich aus diesem Sommer rauszuholen. Sobald es ein Wochenende hergab, sind wir gemeinsam der Hitze entflohen. Wir haben dabei so allerpfote gesehen und ich habe in zahlreichen Gewässern meine Abkühlung gefunden. Schwimmen war neben Eisschlecken die letzen Monate meine Hauptbeschäftigung.

Den Sommer haben wir Ende Juni wie üblich in Bad Aussee eingeleitet und ihn dort zwei Monate später auch wieder ausklingen lassen. Es ging abwechselnd in den Toplitzsee, Grundlsee oder Altausseer See. Weitere Seen, in denen ich diesen Sommer *teilweise zum ersten Mal* meine Runden drehte, waren der Dürrsee, Lunzer See, Erlaufsee, Kronsegger Stausee, Hebalmsee, Almsee, Kleiner Ödsee und Traunsee. Wer von mir nun ein Ranking dieser Seen erwartet, den muss ich leider enttäuschen. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit für mich. Ich kann euch jeden mit gutem Gewissen ans Herz legen, sofern ihr so kälteUNempfindlich seid wie ich. Der Abkühlung in den Seen nicht genug, hieß es diesen Sommer auch noch Flussbaden in der Donau, Ybbs, Salza, Mur, und dem überaus kalten und klaren Almfluss *mein absoluter Favorit*. Den Wienfluss habe ich euch bei meiner Aufzählung bewusst unterschlagen, denn der kackt im Vergleich leider nur ab. Ich liebe ihn dennoch so sehr, da er mir die Tage in Purkersdorf jeden Sommer immer wieder erträglich macht.

Einige Wochenenden verbrachte ich diesen Sommer auch in Omas Garten – von dort ist nämlich mein Lieblingsdonaustrand *Rossatzbach* nicht weit entfernt. Außerdem ist es Anfang Juli bei Oma im Garten besonders herrlich, denn dann sind die Marillenbäume, die den Schatten spenden, reif und es fällt die eine oder andere süße Frucht für mich ab.

Also meine Pawrents und ich haben die letzten Monate ordentlich viel gemacht, Mama und Pawpa haben versucht mir die heiße Zeit so angenehm wie möglich zu machen – mit vollem Erfolg. Es wäre jetzt ein bisschen übertrieben, wenn ich behaupte, dass ich mich schon wieder auf den nächsten Sommer freue, denn das tue ich nicht, aber in der Retrospektive war der vergangene dann doch nicht ganz soooooooooooooooo schlimm.

 

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