Hitzeflucht

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Ich komme gerade von unserem Bad Aussee Urlaub zurück und wieder einmal habe ich festgestellt, dass es für mich keinen besseren Ort in Österreich gibt, um der Sommerhitze zu entkommen, als diesen. Ich labradore den geografischen Mittelpunkt Österreichs zu jeder Jahreszeit einfach soooooo sehr – in den warmen bzw. heißen Monaten ist das Ausseerland aber besonders interessant und reizvoll für mich und zwar aus folgenden Punkten:

Punkt 1 – Milde Temperaturen: Also grundsätzlich ist bzw. wird es im Ausseerland selten so heiß wie in Wien und seinem Umland – man kann dort also fast immer mit ein paar Grad weniger rechnen. Wenn Österreich in einer Hitzewelle steckt, dann ist es zwar auch in Bad Ausee heiß, aber auch an den heißesten Tagen kühlt es dort in der Nacht noch ab. Ich kann also wenigstens ordentlich schlafen und die frühen Vormittagsstunden sind für eine Morgenrunde noch richtig erträglich für mich. Außerdem sind abkühlende Gewitter dort wirklich instant spürbar. Während sich in Wien trotz sogenannter Abkühlung die Hitze einfach über einen viel längeren Zeitraum hält, merke ich den Temperatursturz in Bad Aussee bereits kurz nach jedem Regenschauer. 

Punkt 2 – Qualität der Gewässer: Ist auf keine Abkühlung von oben zu hoffen, führt jeder meiner Spaziergänge im Auseerland um und natürlich in einen See. Ich hab hier  täglich die Qual der Wahl zwischen Altausseer See, Grundlsee und Toplitzsee. Die Seen des Salzkammerguts sind auch nicht weit weg, sollte ich einmal ein wenig Abwechslung wünschen. Ich will jetzt eigentlich nicht groß über die Donau und den Wienfluss schimpfen, denn zu Hause bin ich einfach nur froh, dass ich diese Gewässer als Abkühlung habe, aber mit den Seen des Ausseerlands können sie halt überhaupt nicht mithalten. Mein Pawpa bezeichnet die Wiener-Gewässer immer als Dreckswasser… soweit würde ich vielleicht nicht gehen, aber wenn ich zu Hause täglich im Wienfluss baden gehe, beginnt es spätestens nach einer Woche überall an meinem Körper zu jucken und ich fange an zu stinken, wie ein Iltis. Bin ich jedoch in einer Woche täglich in einem See des Ausseerlandes schwimmen, taucht keines dieser Probleme auf – man merkt einfach die 1A Trinkwasserqualität. 

Punkt 3 – Das kühlste Schlafzimmer ever: Im Wasser herumtoben macht verdammt müde und meine Energie für die nächste Runde Wasserspaß hole ich mir meist in Form einer großen Siesta im kühlsten Schlafzimmer, dass ich mir vorstellen kann. Da kann es draußen noch so heiß sein, in unserer Lieblingsferienwohnung von Angelika bewahre ich immer einen kühlen Kopf – hecheln war gestern. Nach längerer Zeit im Wohn- und Schlafzimmer vergesse ich manchmal sogar, dass draußen hochsommerliche Temperaturen herrschen. Meiner Mama gehts da ähnlich, denn die zieht drinnen immer ihre dicksten Socken und einen Pullover an.

Punkt 4 – Kein Massentourismus: Meine Pawrents und ich urlauben am liebsten dann, wenn so gut wie nichts los ist und wir den auserkorenen Urlaubsort für uns alleine haben. Da der Sommer mit seinen hohen Temperaturen nun mal in die Ferienzeit fällt, bleibt uns aber nichts anderes übrig, als uns zu dieser Jahreszeit das Ausseerland mit anderen Touristen zu teilen. Glücklicherweise hält sich der Ansturm dort in Grenzen und wir finden auch am heißesten Wochenende noch ein ruhiges Plätzchen am bzw. im kühlen Nass. 

Punkt 5 – Genuss mit Blick auf den See: Grundsätzlich bin ich ja lieber im Wasser, als es nur von außen zu beobachten, aber auf der Terrasse des Seehotels Grundlsee fühle auch ich mich pudel- nein labbitastisch wohl. Adam, der beste Kellner aller Zeiten macht es mir leicht den Drang ins Wasser zu springen, zu widerstehen, hat er doch stets Streicheleinheiten und was noch wichtiger ist, Leckerlis für mich parat. Während meine Pawrents einen Abend mit hervorragenden Essen im schönen Ambiente genießen, schlage ich mir also gratis den Bauch voll.

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